Mittwoch, 14. Januar 2009

Ruhe

In dem weiten Birkenhaine
Wo der Wind die Wipfel wiegt
Ist ein kleiner Haufen Steine
Wo ein Schatz verborgen liegt.

Weder Gold noch eine Truhe
Finden sich in diesem Hort
Denn es ist die heil'ge Ruhe
Die so wertvoll macht den Ort.

Ruhe freilich ist nicht Stille
Stille ist Tonlosigkeit
Töne, wie der Laut der Grille
Aber sind genehm allzeit.

Ruhe lässt Entspannung fließen
Sanfte Klänge heilen Wut
Neuer Lebensmut wird sprießen
So wird endlich alles gut.

Unter jenem Steinehaufen
Springt ein kleiner Quell hervor
Und der Ton vom Wasserlaufen
Dringt mit Anmut an mein Ohr.

Vögel zwitschern in den Bäumen
Süß und lieblich, voller Klang
Sie versetzten mich ins Träumen
Durch den holden Wettgesang.

Schließlich geht die Sonne unter
Hinter hohen Bergen weit
Doch ich bin noch immer munter
Spüre keine Müdigkeit.

Unter weißen Birkenzweigen
Die der Wind so zart gemacht
Sitze ich in frohem Schweigen
Lausche nur dem Lied der Nacht.

(21. 05. 2005)

1 Kommentar:

  1. OH was für ein schöner Blog! :)
    Schön das du auch da bist, schon fühl ich mich nicht mehr so einsam...

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