Ein Gedicht, dass ich heute anlässlich des Geburtstages unserer Fachbereichslegende Prof. Dr. Siegfried Großmann geschrieben habe. Es lag der Glückwunschkarte bei und leitete die Übergabe des Geschenks, eines Headsets für Skype, ein. Der gute Herr ist eben nicht zu alt für die moderne Kommunikation.
Man kennt Menschen in alten Tagen,
Die gern den Geist der Zeit beklagen
Und insbesond're diese schnellen
Aufbrandenden Technik-Wellen,
Die uns jeden Tag umspülen,
Jenen schönen Sand zerwühlen,
Den die Leute, die ihn kennen,
Schlicht ihre Gewohnheit nennen.
Die E-Mail hat, wenn man bedenkt,
Den Brief heut' beinah' schon verdrängt,
Man chattet, redet über Skype
Und trägt ein Handy stets am Leib.
All dieses heißt, ihr wisst es schon,
Moderne Kommunikation,
Doch in den Worten jener Leut'
Verachtenswertes Teufelszeug.
Sie blicken dir ins Angesicht
Und schimpfen laut: "Ich brauch dies nicht.
Statt Tastatur und Bildschirmschrift
Benutz' ich Briefpapier und Stift,
Um meine Nachrichten zu schreiben.
Sollt ihr doch auf der Welle treiben,
Die euch die Einfachheit verspricht,
Bis das Computerglück zerbricht."
Doch muss man hier auch diff'renzieren
Und darf nicht generalisieren.
So gibt es denn auch ält're Menschen,
Die Technik nicht zur Hölle wünschen,
Die gern ihn haben, ihn nicht scheuen,
Den wunderbaren Reiz des Neuen.
Und damit, dessen eingedenk,
Reichen wir Ihnen dies' Geschenk.
9.3.2010
Dienstag, 9. März 2010
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